Über 1.200 Jahre Weinbau in Franken

8. Jahrhundert

Man sagt, der geregelte Weinbau habe in franken mit der Gründung der Benediktinerkloster in Kleinochsenfurt und Kitzingen (Ältester Klosterkeller in Kitzingen) begonnen.

Im Jahr 777 schenkt der Frankenkönig Karl der Große der Abtei Fulda das Königsgut Hammelburg mit acht Weinbergen. Durch ihn wird der fränkische Weinbau stark gefördert. 779 wachsen auch die ersten Reben am Würzburger Stein.

9. - 11. Jahrhundert

Der Weinbau breitet sich schnel über das gnaze Maintal und seine Nebentäler aus. 

12. - 16. Jahrhundert

In dieser Zeit findet die größte Ausdehnung des Weinbaus statt. Die Fläche erstreckt sich über 40.000 ha. Damals war Franken das größte zusammenhängende Anbuagebiet Europas.
Der Weinbau wurde von geistlichen und weltlichen Grundherren gleichermaßen gefördert. Wein war ein Volksgetränk.

17. Jahrhundert

Im Jahr 1659 wird die ursprünglich wichtigste Rebsorte für Franken eingeführt, der Silvaner. Diese Sorte ist auch heute noch, die für Franken typische.
Im 17. Jh. findet leider auch der erste große Rückgang des fränkischen Weinbaus statt. Durch den Dreißigjährigen Krieg werden ganze Landstriche verwüstet. In Ober- und Mittelfranken kommt der Weinbaz fast gänzlich zum Erliegen, nur im Kerngebiet gelingt es dem Weinbau sich wieder zu erholen. Weitere Fsktoren sind die Verschlechterung der klimatischen Erzeugungsbedingungen sowie der Vormarsch des Biers als Volksgetränk.

18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert erlebt der fränkische Weinbau eine erneute Blütezeit, vor allem im Geiet des Hochstifts Würzburg. Der Frankenwein mausert sich zum Modewein. Dadurch fördern die Landesherren den Rebanbau. zu dieser Zeit beträgt die Rebfläche in etwa 16.500 ha.

19. Jahrhundert

Leider erlebt der fränkische Weinbau im 19. Jahrundert einen zweiten großen Rückgang. Durch die Säkularisation lösen sich die Klöster auf, außerdem fördert Napoleon zu dieser Zeit französsiche Weine. Der Anschluss Frankens zu Bayern sorgt dafür, dass Pfälzer Weine bevorzugt werden, zusätzlich erhebt die bayerische Verfassung hohe Steuern. Dies sorgt für große Not bei den fränkischen Häckern, die zu dieser Zeit nur noch über 10.500 ha Rebfläche verfügen.

20. Jahrhundert

Um 1900 kommt der dritte große Rückgang des fränkischen Weinbaus. Durch die Inustrialisierung entsteht eine große Abwanderung aus der Landwirtschaft. Es treten zahlreiche Probleme auf wie Pilzbefall (1894 erstes Auftreten des Echten Mehltaus) oder Schädlingsbefall (1902 wird die Reblaus in Sickershausen eingeschleppt, 1904 tritt sie in Iphofen auf). Die Folge ist, dass eine wirtschaftliche Trauben- und Weinerzugung in Franken kaum noch möglich ist. Im Jahr 1959 gibt es in Franken somit nur noch 2360 ha bestockte Rebfläche.

Zu beachten ist jedoch auch die Einführung einer der bekanntesten Rebsorten Weinfrankens im Jahre 1913, der Müller-Thurgau.

In den 60ern und 70ern beginnt der Wiederaufbau durch Beratung, Flurbereinigung, Förderung der Erzeugungsmittelgemeinschaften und den Einsatz moderner Produktionsmittel (Technik, Rebschutz, etc.)

Heute

Derzeit bewirtschaften ca. 7.000 Winzerbetriebe rund 6.000 ha bestockte Rebfläche. Es werden jährlich über 20 Mill. Literflascen und über 20 Mill. Bocksbeutel produziert.

Quelle: www.lwg.bayern.de/mam/cms06/weinbau/dateien/w_zeittafel_des_fr%C3%A4nkischen_weinbaus.pdf