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Freitag, 01.03.2019 

Leuchtturm Obereversand in Dorum wird saniert

Imposant und nicht zu übersehen thront er im Herzen Dorum-Neufelds – der Leuchtturm Obereversand.Aber auch ein derart mächtiger Leuchtturm hat – nicht zuletzt auf Grund der salzhaltigen Luft an der Nordsee - mit dem Zahn der Zeit zu kämpfen.


Quelle: Kurverwaltung Wurster Nordseeküste

 Dorum-Neufeld. Imposant und nicht zu übersehen thront er im Herzen Dorum-Neufelds – der Leuchtturm Obereversand. Seine schwarze Farbe und seine Höhe von knapp 37 Metern haben ihn schon längst zu einem der Wahrzeichen der Wurster Nordseeküste gemacht.

Errichtet wurde er im Jahr 1886/87 im Auftrag der Hansestadt Bremen. Der Bau dieser Richtfeueranlage sorgte dafür, dass erstmals die Bremerhavener Häfen auch bei Nacht sicher erreichbar wurde, da er die letzte bestehende Befeuerungslücke auf der Strecke von See bis Bremerhaven schloss. Davon profitierten vor allem, aber nicht nur, die an feste Pläne gebundenen Lloyddampfer, die in ihren Abmessungen immer größer wurden.

Leider verlor dieses Seezeichen früher als gedacht wieder an Bedeutung: als im Jahr 1922 Stromrinnen und Sände die Verlegung des Weser Hauptfahrwassers in den Fedderwarder Arm verlagert wurde, erloschen die Richtfeuer im darauffolgenden Jahr.

Bis zum Jahr 2000 fungierte Everasand-Oberfeuer dann als „Zufluchtsstelle für Schiffbrüchige“ und wurde daher von der Wasser- und Schiffsverwaltung in Stand gehalten. Das besondere ist allerdings, dass die originale Inneneinrichtung der Wohn- und Diensträume unangetastet blieb. Somit stellt Eversand-Oberfeuer heute ein kaum zu übertreffendes Zeugnis vom Stand der Seezeichenentwicklung im 19. Jahrhundert dar.

Aber auch ein derart mächtiger Leuchtturm hat – nicht zuletzt auf Grund der salzhaltigen Luft an der Nordsee - mit dem Zahn der Zeit zu kämpfen. Bereits in 2010 wurde er einer notwendigen Sanierung unterzogen, die seinerzeit dem Oberbau zu neuem Glanz und zu Stabilität verhalf.

In 2019 folgt nun auch der untere Teil. Von voraussichtlich Anfang April bis Ende August wird der Leuchtturm in einem aufwendigen Verfahren von Altlasten befreit und saniert, sodass er Heiratswilligen, Touristen und Einheimischen in Zukunft noch lange erhalten bleibt.

Ganz unbemerkt werden diese Arbeiten natürlich nicht vollzogen werden können. Die Ausführung der einzelnen Bauabschnitte erfordert neben der Anlieferung von Materialien auch die Nutzung von Baumaschinen, die zum Teil hörbare Arbeit leisten. Das Zeitfenster, in welchem ein gewisser Geräuschpegel zu erwarten sein wird, wird sich voraussichtlich über die ersten zwei Mai-Wochen und einige Tage Anfang Juni erstrecken. In dieser Zeit wird die Beschichtung des Leuchtturms mit starkem Wasserdruck abgestrahlt.

Da derartige Arbeiten im Küstenbereich witterungsbedingt nicht in den Herbst- und Wintermonaten erfolgen können, wird um Verständnis für die Maßnahme gebeten, da das Ergebnis den langfristigen Erhalt des schönen Leuchtturms sichert. Die Arbeitszeiten der Gewerke beschränken sich auf die Zeitfenster von Montag bis Freitag, beginnen um frühestens 7.30 Uhr und enden täglich um spätestens 17 Uhr.

Bei Rückfragen steht Ihnen die Kurverwaltung unter info@wursternordseekueste.de gern zur Verfügung.