Mosel - Faszination Wein seit 2000 Jahren

Das Weinanbaugebiet an der Mosel ist ein Gebiet der Extreme: in der ältesten Weinregion Deutschlands wachsen auf mineralischem Schiefergestein auf den steilsten Weinbergen Europas Weinsorten von herausragender Qualität heran - und dies bereits seit der Antike.

Frühe Qualitätssicherung

Es wurde schon früh Wert auf Qualitätssicherung in der Weinregion gelegt. Bereits im 18. Jahrhundert verfügte der letzte Trierer Kurfürst, Erzbischof Clemens Wenzeslaus, über Maßnahmen zur Förderung des Qualitätsweinbaus. Er ließ minderwertige Reben roden und sie durch bessere Sorten, vor allem Riesling, ersetzen. Diese Entscheidung hatte Konsequenzen, die noch bis heute sichtbar sind: 5.350 Hektar der insgesamt 8.776 Hektar Weinbergfläche sind mit dieser Rebsorte bepflanzt.

Blütezeit und Boom

Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Moselregion eine Blütezeit in Sachen Wein. Der Steillagen-Riesling war der begehrteste und teuerste Weißwein der Welt.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine sehr große Nachfrage nach fruchtigen Weinen. Durch diese und durch die Mechanisierung des Weinbaus gab es eine gewaltige Steigerung der Weinprouktion an der Mosel. Die Weinbergfläche stieg rapide an, während es im Jahr 1950 noch 7.500 Hektar waren, blickte die Region im Jahr 1990 auf 12.300 Hektar Anbaufläche. Diese starke Nachfrage und das daraus resultierende Wachsen der Fläche hatte teilweise negative Auswirkungen auf die Qualität der Weine.

Rückbesinnung

Die neue Winzergenaration heute kehrt wieder zu den ursprünglichen Stärken der Region zurück. Lange nicht genutzte Steilhänge werden wieder mit Riesling bestockt und von Hand gepflegt.
"Die internationale Ausbildung der ehrgeizigen Jungwinzer und die charakterischtische Kombination aus Schiefergestein, Mikroklima und Rebsorte bringen wieder weltweit begehrte mineralische Weine von singulärem Charakter und ausgesprochener Eleganz hervor."
(Quelle: Mosel - Faszination Wein; Moselwein e.V.)